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Nicht, weil es schwierig ist wagen wir es nicht, sondern, weil wir es nicht wagen, ist es schwierig.
Paul Gauguin:
Wer sehen will, muss die Augen schließen.
H. Chr. Andersen:
Leben ist nicht genug, sagte der Schmetterling, Sonnenschein, Freiheit und eine kleine Blume muss man auch haben.
Henry David Thoreau:
Was vor uns liegt und was hinter uns liegt, ist nichts im Vergleich zu dem, was in uns liegt. Und wenn wir das, was in uns liegt nach außen in die Welt tragen, geschehen Wunder.
Meditationen
Was bedeutet eigentlich die Meditation für den Alltag?
Viele Menschen denken an Mönche, die tief versunken im Lotussitz verharren, Texte rezitieren oder einfach nur schweigen. Meditationen haben ihren Ursprung in östlichen Kulturen und Religionen. Die stille Meditation wird oft durch die Konzentration auf einen Gegenstand (konzentrative Meditation) durchgeführt. Erreicht werden soll eine gedankliche Konzentration, die auch auf Ablenkungen nicht reagiert. Eine Steigerung ist der Versuch, die "Natur" des Gegenstandes zu erforschen (analytische Meditation). Diese Meditationen können statt Gegenständen auch Farben, Töne oder ähnliches fokussieren.
Meditation ist eine grundlegende und zentrale das Bewusstsein erweiternde Übung. Im Gegensatz zur stillen Meditation gibt es auch die aktive Form, zu der u.a. Yoga, Qi Gong und Kampfsportarten gehören.
Eine andere Art ist die geführte Meditation. Für so manchen die einfachste Art, in die Meditationspraxis einzusteigen. Geführte Meditationen bieten innere Bilder an, bei denen die Möglichkeit besteht, bestimmte Erfahrungen zu machen. Wie bei der stillen Meditation sollte der Teilnehmer sich auf die Führung einlassen. So kann es bei Meditationen zu Erfahrungen kommen, die der Mensch im Alltag kaum noch wahrnimmt. Dieser "Weg nach innen" knüpft an uralte Traditionen an. Erreicht der Meditierende andere Bewusstseinsebenen, kann einerseits Wachstum und geistige Weiterentwicklung stattfinden, andererseits kann ein tiefer Entspannungszustand erreicht werden, der dem Bewusstsein eine "Auszeit" anbietet.
Regelmäßige Meditation wirkt beruhigend und wird in der westlichen Medizin als Entspannungstechnik empfohlen. Die Wirkung, der meditative Zustand, ist neurologisch als Veränderung der Hirnwellen messbar. Der Herzschlag wird verlangsamt, die Atmung vertieft, Muskelspannungen reduziert.
Durch die ständige Reizüberflutung (Radio, Fernsehen, Presse, Handy, Internet etc.) findet unser Geist wenig Ruhe. Selbst im Urlaub setzen sich viele unter Druck. Sie (Ihr Bewußtsein und Unterbewußtsein) müssen alle diese Informationen bewerten und verarbeiten, selbst die letzten Gedanken vor dem Einschlafen gelten oft den bevorstehenden Aufgaben.
Ziel einer geführten Meditation ist das Erreichen einer tiefen Entspannung.
Die Wirkungen von Meditationen sind:
Ziele, die Sie mit Meditationen erreichen können:
Meditationen in Bezug auf die Gesundheit sind zahlreich untersucht worden. Dr. Robert Dozor, der Mitbegründer der Health Clinic of Santa Rosa (Kalifornien USA) sagt: "Meditation - ganz allein genommen - kann mehr für die Gesundheit der Amerikaner heute tun als alle pharmazeutischen Arzneimittel zusammen."
Visualisierungen - eine epigenetische Selbsthilfe
Carl Simonton machte schon in den 70er Jahren öffentlich, dass Visualisierungen (intensive bildliche Vorstellungen) bei der Krankheitsbewältigung helfen können. Neuere Studien zeigen, dass sich Erwartungen positiv oder negativ auswirken können. Dr. Carol Dweck, Forschungspsychologin von der Stanford University, erkannte, dass sich die Vorstellung von der eigenen Intelligenz bei Siebtklässlern tatsächlich auf die Leistungen auswirken können. Sie experimentierte mit hundert Schülern mit nur mässigen Mathematiknoten, die sie willkürlich in zwei Gruppen einteilte. Einer Gruppe wurden gute Lerntechniken vermittelt, die andere Gruppe erfuhr von den Möglichkeiten, wie unser Gehirn wächst und neue Nervenverbindungen bildet, wenn es Neues lernt. Die zweite Gruppe visualisierte, wie das Gehirn beim Lernen wächst. Am Semester-Ende schnitt die zweite Gruppe in ihren Leistungen deutlich besser ab als die erste.
Trifft das auf alle Gebiete zu, könnte die Kraft unserer inneren Bilder unser Leben nachhaltig verändern. Darauf weisen auch andere Untersuchungsergebnisse hin. So sagt Dr. Andrew Weil (Autor von Spontaneous Healing) das sogar unser Altern von unserer Einstellung abhängt. Er bezieht sich auf Studien, die belegen, dass eine negative Einstellung zum Altern das Leben verkürzt. Auch der Neurochirurg Dr. Norman Shealy kommt zu ähnlichen Ergebnissen. Positive Einstellungen zum Alter hingegen wirken offensichtlich lebensverlängernd. Visualisierungen können bei der Vorstellung vom eigenen Leben eine bedeutende Rolle spielen.